Evang. Kirchengemeinde
Markus-Haigst
Römerstraße 41
70180 Stuttgart
Tel. 0711 / 60 62 59

Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

Der Krieg gegen die Ukraine erschüttert uns zutiefst. Inzwischen sind viele Flüchtlinge auch in Stuttgart angekommen. Die Hilfsbereitschaft ist erfreulicherweise sehr groß, aber je mehr Menschen ankommen, desto größer werden die Herausforderungen. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung, wo Sie sich informieren können und wie Sie helfen können.

Aktuelle Informationen, auch mit der Möglichkeit, freie Zimmer und Wohnungen zu melden, finden Sie unter www.stuttgart.de. Die Stadt hat auch eine Hotline eingerichtet. Ständig aktuell ist auch die Webseite des Diakonischen Werks in Württemberg: www.diakonie-wuerttemberg.de/hilfe-fuer-ukraine.

Der Kirchenkreis Stuttgart hat eine Arbeitsgruppe installiert, die die kirchlichen Angebote für Geflüchtete aus der Ukraine sammelt und vernetzt. Über diesen sollen Fragen und Bitten auch der Stadt und anderen Verantwortlichen gegenüber kommuniziert werden.

Was sich bereits zeigte: unsere Gemeinderäume eignen sich nicht zur Aufnahme Geflüchteter, weil sie über keine Duschen verfügen. Wir überlegen, ob wir sie bei Bedarf als Indoor-Spielplätze und parallel als Begegnungscafé für geflüchtete Eltern und Kinder anbieten. Ukrainische Kinder können nämlich nicht einfach in die Kitas aufgenommen werden, weil auf städtischen Wartelisten noch 2000 Kinder aus Stuttgart auf Plätze hoffen. Deshalb ist es wichtig, diesen Kindern auf anderem Weg unbeschwerte Stunden zu ermöglichen.

Für die schulpflichtigen Kinder sind sogenannte Flüchtlingsklassen eingerichtet worden, die teilweise aber bereits zu klein sind, da immer mehr Menschen ankommen.

Menschen mit ukrainischem Pass dürfen in Tafelläden einkaufen und brauchen keine zusätzliche Berechtigung. Das bedeutet aber, dass die Tafelläden mehr Raum, mehr Ehrenamtliche und mehr Waren brauchen. Nicht alle Spenden müssen an die Grenze, sie werden auch vor Ort gebraucht. Auch die Kreisdiakoniestellen sind dankbar, wenn sie Geldspenden erhalten, um unbürokratisch in Notlagen unterstützen zu können.

Denken Sie schließlich bitte auch an die People of Color, die ebenfalls aus der Ukraine flüchten mussten und müssen. Sie haben es besonders schwer, überhaupt in Züge zu kommen, erfahren Rassismus an der Grenze und werden auch innerhalb von Deutschland anders behandelt als die anderen Geflüchteten.

In unserer Kirchengemeinde sind inzwischen mehrere Familien von Gemeindegliedern aufgenommen worden. Die Hintergründe und Schicksale der Menschen sind dabei sehr unterschiedlich. An manchen Stellen fehlt es noch an der Infrastruktur oder an Dingen des alltäglichen Lebens. Internetzugang und WLAN sind wichtig, damit die Geflüchteten mit ihren Angehörigen, die in der Ukraine geblieben sind, Kontakt halten können. Viele Geflüchtete sprechen kein oder nur rudimentäres Englisch. Falls Sie Russisch oder Ukrainisch können, melden Sie sich gerne im Gemeindebüro für Hilfe beim Übersetzen oder beim Ausfüllen von Formularen; diese liegen oftmals nur in Englisch und Deutsch vor.

So können Sie die Diakonie unterstützen

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet Nothilfe und unterstützt Menschen in der Ukraine und an den Grenzen sowie Flüchtlinge in angrenzenden Staaten wie Polen, der Slowakei und Rumänien mit Decken, Lebensmitteln, Arznei und vielem mehr.

Spendenkonto

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Evangelische Bank

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Ukraine Krise

 

 

Spendenkonto

Hoffnung für Osteuropa

Diakonisches Werk Württemberg

Evangelische Bank

IBAN DE 37 5206 0410 0000 4080 00

 

Thema Sachspenden/Hilfskonvois

Die DiakonieKatastrophenhilfe kauft Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleider und Plastikplanen für Unterkünfte auf lokalen und regionalen Märkten ein. Damit ist sichergestellt, dass die Hilfsgüter den genauen Bedarf treffen und den Verhältnissen im Land und den Gewohnheiten der Menschen entsprechen. Zudem sind die Kosten geringer und die regionale Wirtschaft wird gestärkt. Menschen auf der Flucht brauchen vor allem Geldmittel oder Gutscheine für Lebensmittel und Telefonkarten. Sie sollen unterwegs nach ihrem spezifischen und individuellen Bedarf einkaufen können. Damit wird auch ihre Würde geachtet.

Zu Hilfstransporten/Konvois gibt die Diakonie Katastrophenhilfe zu bedenken: Momentan ist es lebensgefährlich, in die Ukraine einzureisen. Die Situation an den Grenzen ist unübersichtlich. Es gibt nur eine begrenzte Zahl an Straßen, diese sind teilweise verstopft. Kleinere Transporte überfordern die Strukturen in den Zielgebieten (Koordination, Lagermöglichkeiten etc.). Hilfen dürfen sich nicht gegenseitgig blockieren.

Aufnahme von Flüchtlingen

Landesgeschäftsstelle und diakonische Träger und Dienste helfen vor Ort.

Abteilung Migration und Internationale Diakonie

  • Migrations- und Flüchtlingsberatungsstellen diakonischer Träger
  • kirchlich-diakonische Flüchtlingsbeauftragte in jedem Kirchenbezirk als Ansprechpersonen für haupt- und ehrenamtlich Engagierte in Kirchengemeinden
  • Netzwerke von Ehrenamtlichen/Flüchtlingsinitiativen etc.
  • Bündelung von Informationen für eine sachgerechte Beratung (Ausländerrecht, Sozialrecht etc.), auch in Form von zeitnahen Schulungen und Fachtagen Haupt- und Ehrenamtlicher
  • vulnerable Gruppen (Menschen mit Behinderung, alte und kranke Menschen, Kinder, traumatisierte Personen…) sind besonders im Blick

Ev. Landeskirche in Württemberg: 24.02.2022 Gebetsaufruf des Landesbischofs (elk-wue.de)

Ev. Landeskirche in Württemberg: 24.02.2022 Friedenswort der vier Bischöfe im Land (elk-wue.de)